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Erfolgreiches Bankgespräch führen
Um einen guten Auftritt in der Bank hinzulegen,
sollten Sie Folgendes beachten:
• Unternehmer/innen unternehmen etwas: Der
selbstsichere Auftritt zählt. Wie eigenständig Sie auftreten,
wie sachkundig Sie argumentieren, wie individuell Sie an die
Sache herangehen – all das lässt bereits Schlüsse auf Ihre
Eignung als Unternehmer/in zu. Um einen Kredit zu bekommen,
müssen Sie zwar vor dem Bankangestellten nicht das Rad neu
erfinden. Professionelle Vorbereitung ist aber in jedem
Einzelfall zwingend notwendig.
• Verlassen Sie sich nicht darauf, schon lange Kunde/in Ihrer
Bank zu sein: Das Firmenkonto einer Selbstständigen ist etwas
anderes als das Girokonto eines Angestellten oder eines
Arbeitslosen. Mit der Geschäftsgründung beginnt etwas völlig
Neues.
• Vertrauen Sie nicht allzu stark auf eine gute Beziehung zu
Ihrem persönlichen Sachbearbeiter – es kann sein, dass Sie
einem Kollegen ihren Kreditwunsch vortragen müssen.
• Wirken Sie überzeugend. Präsentieren Sie ein
nachvollziehbares Geschäftskonzept. Zeigen Sie sowohl
leidenschaftliche Begeisterung für diese – Ihre – berufliche
Zukunft als auch Ihre Fähigkeit zur nüchterne Bodenständigkeit
im täglichen Geschäft. Ambition ist so wichtig wie
Rechnungswesen, Motivation so nötig wie Realismus.
• Schätzen Sie die Ausgaben: Legen Sie mit dem
Geschäftskonzept einen Investitionsplan vor sowie Schätzungen
über den Bedarf der laufenden Ausgaben – also für
Betriebsmittel wie Miet-, Material- und Personalkosten. Damit
zeigen Sie, dass Sie die Kosten im Blick haben und im Griff
behalten können.
• Skizzieren Sie das Potenzial: Mit einer Analyse des Marktes
– Wer sind Ihre Kunden? Wie wollen Sie diese ansprechen? –
zeigen Sie, dass es einen Bedarf für Ihre Geschäftsidee und
damit auch Gewinne gibt. Mit einer Rentabilitätsund einer
Liquiditätsrechnung erklären Sie dem Bankangestellten in einer
Sprache, die dieser gut versteht, unter welchen Bedingungen
sich Ihr Geschäft gut entwickelt und dass eins seiner Anliegen
auch das Ihre ist: Immer flüssig zu bleiben - damit Sie die
Raten des Kredits pünktlich zurückzahlen können.
• Machen Sie sich schlau: Besuchen Sie vorher
Existenzgründerseminare, nutzen Sie Beratungsangebote. Dort
erfahren Sie auch, wie Sie ein Geschäftskonzept ausarbeiten
(und was zum Beispiel eine „Rentabilitätsrechnung“ ist…).
• Holen Sie sich Hilfe: Ihre Chancen auf den Kredit steigen,
wenn Sie es schaffen, externe Fachleute – ob Steuer- oder
Wirtschaftsprüfer, Verbands- oder IHKVertreter – für sich zu
gewinnen, die gegenüber der Bank Auskunft über die Chancen
Ihrer Geschäftsidee geben, ob schriftlich oder telefonisch.
• Seien Sie ehrlich: Legen Sie ohne Scheu Ihre persönlichen
Verhältnisse offen. Fragen nach Ihrer Kreditwürdigkeit, also
nach Ihrem Vermögen, stellt der Bankangestellte ohnehin. Ist
die Liste Ihrer Sicherheiten kurz, müssen Sie überzeugen,
indem Sie andere Qualitäten glaubhaft präsentieren: Fachliche
Kompetenz, Unterstützung aus der Familie, bestehende
Geschäftsbeziehungen, Erfahrungen aus dem Nebenerwerb. Auch
öffentliche Fördermöglichkeiten sollten Sie bei dieser
Gelegenheit erwähnen – konkret für Ihren Fall ausgewählt,
zugeschnitten und ausgerechnet.
• Falls Sie abgelehnt werden: Versuchen Sie, die Gründe zu
erfahren. Schriftlich wird das nicht jede Bank umfassend
begründen wollen, doch im persönlichen oder telefonischen
Gespräch mit dem Sachbearbeiter erhalten Sie vielleicht
Hinweise, wie Sie es bei der nächsten Bank besser machen
können.
• Machen Sie sich nicht abhängig: Selbstständige
Unternehmer/innen sind keine Bittsteller – und sollten auch
nicht vor der Gründung als solche auftreten. Vergleichen Sie
Angebote verschiedener Banken, besuchen Sie eventuell mehrere
persönlich.
Quelle: www.kfw.de
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